Akt-Skulpturen

Es ist immer der Mensch, der Ulle Krass zur bildnerischen Umsetzung herausfordert. Diese in Alltagsposen erfassten Terrakotta-Figuren subsummieren eine ganze Typologie des Menschlichen und lösen im Betrachter letztlich einen Selbstidentifikations- und Wiederkennungseffekt aus, der unmittelbar betroffen macht. Erreicht wird diese Nähe durch die Reduktion auf körpersprachliche Grundtopoi, die wie selbstverständlich Menschsein ausmachen: So sitzt man eben - erschöpft und Kräfte sammelnd, und so neigt und beugt man sich, oder steht nur einfach da. Nicht das Dynamische und Athletische attraktiert Ulle Krass, sondern das In-Sich-Gekehrte, Auf-Sich-Reflektierte, was immer auch eine innere, nachdenkliche Haltung widerspiegelt.

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